Poolreinigung: Tipps und Infos rund um Sauger, Roboter, Kescher und Schwamm

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Die Sonne scheint, die Temperaturen klettern auf 30 Grad – und wer einen eigenen Swimmingpool hat, kann sich glücklich schätzen. Am Morgen, nach Feierabend und am Wochenende lädt das kühle Nass zum Erfrischen ein. So richtig Spaß macht das Baden im eigenen Pool aber nur, wenn er sauber ist. Blätter, Insekten, Haare, Kalk und Algen machen den Pool nicht nur unansehnlich, sondern produzieren auch organische Stoffe, die ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilze sind. Dementsprechend sollten Sie Ihren Swimmingpool regelmäßig reinigen – entweder ganz klassisch mit Kescher, Bürste und Schwamm oder mit einem Poolsauger bzw. Poolroboter. Welche Art der Poolreinigung für Sie in Frage kommt und welche Poolroboter/-sauger im Test und Vergleich gut abschneiden, erfahren Sie hier.

Diese Möglichkeiten der Poolreinigung haben Sie

Möchten Sie jeden Tag in einen schön sauberen Pool springen? Mit einer Filteranlage schaffen Sie ideale Voraussetzungen. Diese entfernt groben Schmutz; chemischen Mittel sorgen darüber hinaus für hygienisches Wasser. Poolboden und -wände brauchen aber von Zeit zu Zeit eine gründlichere Reinigung. Das entlastet die Filteranlage und Sie benötigen weniger Chemikalien. Für die Poolreinigung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: die manuelle Poolpflege mit Kescher und Vakuumsauger, die automatische Reinigung mit einem Pool-Bodensauger und die Rundum-Pflege mit einem Poolroboter.

Die manuelle Reinigung mit Kescher und Vakuumsauger

Foto: Julia Pfeifer | Dreamstime.com

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Für die manuelle Poolreinigung benötigen Sie einen Kescher, einen Vakuumsauger und eventuell eine separate Bürste sowie Reiniger für den Poolrand. Mit dem Poolkescher fischen Sie Blätter, Insekten und groben Schmutz von der Wasseroberfläche ab. Für eine einfache Handhabung empfiehlt sich ein Kescher mit Teleskopstange, mit dem Sie auch die Poolmitte erreichen. Poolkescher gibt es ab 5 Euro, z. B. von ELESCA, Intex und Bestway.

Doch Schmutz lagert sich nicht nur auf der Wasseroberfläche ab, sondern auch auf dem Boden. Verunreinigungen machen den Poolboden glitschig. Mit Vakuumsaugern saugen Sie den Schmutz einfach vom Boden auf. Die Sauger bestehen aus einer Bürste, die Sie über einen Schlauch an den Skimmer anschließen – den Teil der Pumpe, der das Wasser ansaugt. Außerdem gehört eine Teleskopstange dazu, mit der Sie den Sauger über den Beckenboden führen. Manuelle Poolsauger von Herstellern wie Bestway erhalten Sie schon ab etwa 17 Euro. Je nach Modell reinigen die Sauger nur den Boden oder auch die Wände.

Besitzen Sie einen reinen Bodensauger, brauchen Sie noch eine spezielle Poolbürste für die Wände, mit der Sie unter anderem die Wasserlinie am Poolrand entfernen. Diese Bürsten gibt es für unter 10 Euro. Der Vorteil der manuellen Reinigung liegt im günstigen Preis. Allerdings ist die manuelle Reinigung auch anstrengend und zeitaufwendig.

Die Reinigung mit dem Poolsauger

Ist Ihnen die manuelle Poolreinigung zu anstrengend? Dann lassen Sie den Boden des Pools mit einem Poolsauger automatisch säubern. Einen Poolsauger schließend Sie an die Filteranlage Ihres Pools an und lassen ihn anschließend über den Boden des Pools fahren. Das kann bei vollgefülltem Pool geschehen. Poolsauger und Filteranlage müssen kompatibel sein. Die Vorteile des Pool-Bodensaugers:

  • einfache, automatische Reinigung
  • geringer Zeitaufwand

Die Nachteile: Ein Pool-Bodensauger reinigt in der Regel nur den Poolboden, nicht die Wände. Diese müssen Sie weiterhin manuell pflegen. Der automatische Sauger ist zudem kostspieliger als die manuelle Reinigung. Hochwertige Poolsauger gibt es zum Beispiel von Zodiac ab 400 Euro, günstigere Modelle von Magic Clean kosten ab etwa 150 Euro.

Die Reinigung dem Poolroboter überlassen

Der Poolroboter übernimmt vollautomatisch die gesamte Reinigung des Pools. Sie setzen den Poolroboter einfach in den gefüllten Pool und lassen ihn seine Arbeit machen. Die praktischen Reinigungshelfer sind mit einer Pumpe ausgestattet. Diese saugt das Wasser an und leitet es über einen Schlauch in eine Filteranlage. Der Schmutz bleibt im Filter, das saubere Wasser wird zurückgeleitet. Die Roboter sind mit einer Software ausgestattet, über die sie den Pool vermessen und das passende Reinigungsprogramm auswählen. Hochwertige Geräte gibt es mit Fernbedienung, damit Sie den Roboter bei Bedarf an die zu säubernden Stellen steuern können. Praktisch sind Geräte mit eingebautem Filter, da diese die Filteranlage des Pools nicht belasten. Die Vorteile des Poolroboters:

  • reinigt automatisch Wände und Boden
  • schnelle Reinigung
  • kaum Arbeitsaufwand

Ein Nachteil der Poolroboter ist der vergleichsweise hohe Preis. Hochwertige Modelle von Zodiac oder Dolphin kosten ab etwa 800 Euro aufwärts, Modelle von Dirt Devil können zwischen 1.000 und 2.000 Euro kosten. Die Roboter sind oft auch recht schwer. Markenmodelle bringen daher einen Transportwagen mit, über den sie einfacher aus dem Wasser genommen werden können.

Welches Modell eignet sich für Ihren Pool?

Längst nicht jeder Poolsauger und Poolreiniger eignet sich für jeden Pool. Welche Art der Reinigung die effektivste ist, hängt maßgeblich von der Poolbeschaffenheit ab:

  • Automatische Bodensauger eignen sich für Pools mit etwa 4 bis 10 m Länge, Roboter für Pools von 8 bis 12 m Länge.
  • Auf sehr glatten Oberflächen, etwa auf Glasmosaik, haben Roboter allerdings ihre Schwierigkeiten und verlieren schon mal die Bodenhaftung.
  • Beachten Sie bei der Auswahl außerdem, dass das jeweilige Modell auch zur Form Ihres Pools passt. Einige Sauger und Poolroboter sind nämlich nur auf rechteckige Pools ausgelegt. Auch in die Ecken kommen die automatischen Reinigungshelfer oft nicht, sodass Sie selbst nachhelfen müssen.
  • Bei der Entfernung der Wasserlinie – der Kalkablagerung am Beckenrand – stoßen selbst hochwertige Poolroboter oft an ihre Grenzen. Hier müssen Sie eventuell mit einer speziellen Bürste nachsäubern.

Diese Poolsauger und Poolroboter schneiden im Test gut ab

Foto: Zodiac | Poolroboter Vortex 4

Foto: Zodiac | Poolroboter Vortex 4

Das Verbrauchermagazin Haus & Garten Test hat in Ausgabe 3/2011 zwei Poolroboter verglichen: Zodiac Vortex 4 (um 1.500 Euro, hier erhältlich) und Arcana Pool Systems Dirt Devil Catalyst (etwa 1.120 Euro, hier erhältlichDirt Devil Catalyst bei Amazon). Testsieger wurde das „sehr gute“ Gerät von Zodiac. Der Poolsauger leistete saubere Arbeit und lies sich auch im Anschluss leicht reinigen. Der Poolroboter Arcana Pool Systems Dirt Devil Catalyst erreichte die Note „Gut“. Hier geht es zum vollständigen Test.

Im Poolroboter-Test 2014 von maehroboter-tester.de kommt der Zodiac Vortex 3 (ab 965 Euro, hier erhältlichZodiac Vortex 3 bei Amazon) auf den ersten Platz. Mit Zyklonen-Technologie hält er groben Schmutz im Sauger und verhindert ein Verstopfen des Filters. Neben dem Poolroboter-Testsieger erhalten auch der Premium-Pool Cleaner und der Dolphin Supreme M4 (etwa 1.500 Euro, hier erhältlichDolphin Supreme M4 bei Amazon) „gute“ Bewertungen.

Bei den Poolsaugern überzeugt der Zodiac MX8 (etwa 425 Euro, hier erhältlichZodiac MX8 bei Amazon) sowohl im Poolsauger-Test 2014 von futurezone.at als auch im Test 2015 von poolsaugertest.de. Der Testsieger erreicht auch die Ecken des Swimmingpools problemlos.

Fazit: Automatische Bodensauger und Roboter machen die Reinigung Ihres Pools einfach. Doch die vollautomatischen Helferlein eignen sich nicht für jeden Pool. Wählen Sie die Hilfsmittel für Ihr privates Schwimmbad entsprechend der Gegebenheiten aus, können Sie sich allzeit über klares Wasser freuen.

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