Wie man sich bettet, so liegt man: 8 Kalt­schaum- und 7 Latex­matratzen im Test

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Wie man sich bettet, so liegt man: Für eine neue Matratze geben die Deutschen im Schnitt 170 Euro pro Jahr aus. Können Sie dafür gute Qualität erwarten? Stiftung Warentest hat acht Schaumstoff– und sieben Latexmatratzen einem Test unterzogen. Das Ergebnis: Einen zufriedenstellenden Schlafkomfort bieten alle – kleine und leichte Personen haben es dabei aber leichter, ein passendes Modell zu finden. Auch mittelpreisige Modelle überzeugen mit guten Liegeeigenschaften, teuer ist also nicht unbedingt gleich besser. Hier finden Sie die Testergebnisse im Überblick.

3 von 6 Schaumstoffmatratzen im Test sind „gut“

Schlaraffia Formula Plus Zwo auf Platz 1

Foto: Schlaraffia | Formula Plus Zwo

Foto: Schlaraffia | Formula Plus Zwo

Die Schaumstoffmatratze von Schlaraffia (Note „Gut“, ab 300 Euro, hier erhältlichSchlaraffia Formula Plus Zwo bei Amazon) überzeugt mit guten Liegeeigenschaften, vor allem für Rückenschläfer. Kleine, leichte Personen schlafen auch in Seitenlage gemütlich, für große und schwere Menschen ist die Druckverteilung nicht ganz optimal. Wie alle Kaltschaummatratzen im Test riecht die Schlaraffia nach dem Auspacken unangenehm. Zudem wird die Matratze durch Schweiß und Körperwärme mit der Zeit weicher.

Die Ergebnisse der Schlaraffia Formula Plus Zwo im Überblick:

+ Liegeeigenschaften
+ Schlafklima
+ Bezug
+ Gesundheit und Umwelt
+ Handhabung
+ Deklaration und Werbung
durch Schweiß und Körperwärme wird die Matratze weicher

Merkmale:

Härtegrad fest H3
Schaummatratze
Höhe 19,5 cm
Gewicht 13,4 kg
Waschbar bei 60 Grad Celsius


f.a.n Megamax KS hat einen sehr guten Bezug

Foto: f.a.n | Megamax KS

Foto: f.a.n | Megamax KS

Den 2. Platz unter den Schaummatratzen erreicht die f.a.n Megamax KS (Note „Gut“, ab 360 Euro, hier erhältlichf.a.n Megamax KS bei Amazon). Das Modell überzeugt die Tester mit gutem Schlafkomfort für kleine, leichte Rücken- und Seitenschläfer. Große und schwere Personen schlafen auf der Matratze nicht ganz so gut. Der Bezug gehört zu den besten im Test. Dagegen ist der Geruch nach dem Auspacken sehr unangenehm. Modellgleich sind die f.a.n. Medisan Max KS (etwa 400 Euro) und die f.a.n Emil KS (etwa 400 Euro).

Die Ergebnisse der f.a.n Megamax KS im Überblick:

+ Liegeeigenschaften
+ Schlafklima
+ Bezug
+ Gesundheit und Umwelt
+ Handhabung
+ Deklaration und Werbung
durch Schweiß und Körperwärme wird die Matratze weicher

Merkmale:

Härtegrad H3
Kaltschaummatratze
Höhe 21,5 cm
Gewicht 14,8 kg
Waschbar bei 60 Grad Celsius

Tipp der Redaktion

Sie suchen ein gutes Boxspringbett? Welche Modelle im Test überzeugen, lesen Sie hier und hier.

Matratzen Concord Vitalis Trio: Hoher Komfort auch für schwerere Personen

Foto: Matratzen Concord | Vitalis Trio

Foto: Matratzen Concord | Vitalis Trio

Ob Rücken- oder Seitenlage: Auf der Matratzen Concord Vitalis Trio (Note „Gut“, etwa 460 Euro, hier erhältlich) schlafen so gut wie alle Personen bequem.Weniger gut ist dagegen die Deklaration: Das Modell fällt weicher aus als angegeben. Durch Schweiß und Körperwärme wird die Matratze im Laufe der Zeit noch weicher.

Die Ergebnisse der Vitalis Trio im Überblick:

+ Liegeeigenschaften
+ Schlafklima
+ Bezug
+ Gesundheit und Umwelt
+ Handhabung
Deklaration und Werbung
durch Schweiß und Körperwärme wird die Matratze weicher

Merkmale:

Härtegrad H3
Kaltschaummatratze
Höhe 17 cm
Gewicht 11,8 kg
Waschbar bei 60 Grad Celsius


3 von 6 Latexmatratzen überzeugen im Test

Diamona Latex glänzt mit Haltbarkeit

Foto: Diamona | Latex Pure

Foto: Diamona | Latex Pure

Bei den Latexmatratzen hat die Diamona Latex Pure (Note „Gut“, etwa 700 Euro, hier erhältlichDiamona Latex Pure bei Amazon) die Nase vor. Das Modell punktet mit Komfort und guten Liegeeigenschaften – allerdings nur für kleine und leichte Rückenschläfer. Die Haltbarkeit ist sehr gut: Weder Schweiß noch Körperwärme können der Matratze etwas anhaben. Durch das hohe Gewicht ist die Diamona Latex-Matratze etwas umständlich zu handhaben. Der Geruch nach dem Auspacken ist auch bei dieser Matratze unangenehm.

Die Ergebnisse der Diamona Latex im Überblick:

+ Liegeeigenschaften
+ Schlafklima
+ Haltbarkeit
+ Bezug
+ Gesundheit und Umwelt
+ Deklaration und Werbung
Handhabung

Merkmale:

Härtegrad H3
Latex
Höhe 19,5 cm
Gewicht 22,1 kg
Waschbar bei 60 Grad Celsius


Ravensberger7-Zonen-Latex garantiert eine gute Nacht

Foto: Ravensberger | 7-Zonen-Natur-Latexmatratze

Foto: Ravensberger | 7-Zonen-Natur-Latexmatratze

Die Ravensberger 7-Zonen-Natur-Latexmatratze (Note „Gut“, ab 240 Euro, hier erhältlichRavensberger 7-Zonen-Natur-Latexmatratze bei Amazon) holt Silber im Latexmatratzen-Test der Stiftung Warentest. Sowohl Rückenschläfer aller Körpergrößen als auchkleine, leichte Seitenschläfer schlafen auf dieser Matratze gut. Selbst Schweiß und Körperwärme beeinträchtigen die Liegeeigenschaften nicht. Dafür ist die Matratze sehr schwer und der Geruch nach dem Auspacken sehr unangenehm.

Die Ergebnisse der Ravensberger 7-Zonen-Natur-Latexmatratze im Überblick:

+ Liegeeigenschaften
+ Schlafklima
+ Bezug
+ Haltbarkeit
Handhabung
Gesundheit und Umwelt
Deklaration und Werbung

Merkmale:

Härtegrad H3
Latex
Höhe 18 cm
Gewicht 25,6 kg
Waschbar bei 60 Grad Celsius

Tipp der Redaktion

Welche Kindermatratzen im Test gut abschneiden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Werkmeister Hanseatic ist zwar teuer, aber gut

Mit einem Preis von etwa 1.270 Euro ist die Werkmeister Hanseatic (Note „Gut“) die teuerste Matratze im Test. Dafür bietet sie Rücken- und Seitenschläfern aller Gewichtsklassen einen optimalen Schlafkomfort. Die Handhabung gestaltet sich etwas kompliziert. Außerdem riecht die Matratze unangenehm und wird durch Schweiß und Körperwärme weicher.

Die Ergebnisse der Werkmeister Hanseatic im Überblick:

+ Liegeeigenschaften
+ Schlafklima
+ Bezug
+ Deklaration und Werbung
Haltbarkeit
Handhabung
Gesundheit und Umwelt

Merkmale:

Medium
Latexschaum
Höhe 17 cm
Gewicht 21 kg
Waschbar bei 60 Grad Celsius


6 Matratzen kassieren das Urteil „Befriedigend“

Drei Schaumstoff- und drei Latexmatratzen im Test erhalten das Gesamturteil „Befriedigend“. Unter denSchaumstoffmatratzen sind das:

  • die Breckle Memory Pur Royal (etwa 500 Euro) mit fester Ober- und softer Unterseite
  • die MusterinOrthomatic First Class KS (etwa 800 Euro) Härtegrad 3 und
  • die Ikea MyrbackaMemoryschaummatratze (etwa 299 Euro) ohne Härtegrad-Angabe.

Bei den Latexmatratzen sind das:

  • die RöweLegra Smaragd (etwa 870 Euro) fest,
  • die Dunlopillo Latex Natura 1600 Plus (etwa 610 Euro) Härtegrad 3,
  • die modellgleiche Matratze DunlopilloLatex Star 200 (etwa 830 Euro) Härtegrad 3 und
  • die Dormiente Natural Classic Mediform (etwa 1.050 Euro) medium.

Bequem liegen auf den befriedigenden Matratzen vor allem kleine, leichte Rückenschläfer. Für schwere Schläfer und bei Seitenlage bieten die Matratzen nicht immer die optimale Unterstützung. Lediglich mangelhaft ist die Deklaration der Mustering und der Ikea Matratze: Das Modell von Musterring fällt weicher aus als angegeben, beim Ikea-Modell fehlt sogar die Angabe des Härtegrads.


Darauf sollten Sie beim Matratzenkauf achten

  • Frieren Sie leicht, wählen Sie Matratzen aus Latex oder Kaltschaum, die Materialien isolieren gut.
  • Schwitzen Sie schnell, empfehlen sich Federkernmatratzen. Diese geben Feuchtigkeit schneller ab.
  • Achten Sie auf den richtigen Härtegrad. Der hängt von Ihrem Körpergewicht und Ihrer Schlafposition ab.
  • Liegen Sie Probe. Im besten Fall können Sie die Matratze einige Wochen ausprobieren.
  • Fürs Doppelbett sollten Sie zwei Matratzen kaufen, damit jeder Partner optimalen Schlafkomfort erhält.

Fazit: Sie müssen kein Vermögen für eine gute neue Matratze ausgeben. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in Ausgabe 4/2016 des Testmagazins. Viele teure Modelle sind nur Mittelmaß, mittelpreisige Matratzen schneiden dagegen gut ab.

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