Stiftung Warentest prüft Kombi-Kinderwagen: Testsieger Britax ist sehr kindgerecht

ab EUR 715,00
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Foto: Britax | Go Big Foto: Britax | Go Big

Wer einen Kinderwagen kaufen möchte, muss meist mit hohen Ausgaben rechnen. Wie praktisch ist da ein Kombi-Kinderwagen, in dem das Kind von der Geburt bis zum 3. Lebensjahr fahren kann. Doch wie kindgerecht fallen diese Modelle wirklich aus? Und welcher Kinderwagen ist am besten? Um das herauszufinden, hat Stiftung Warentest 12 Kombi-Kinderwagen im Test auf Herz und Nieren geprüft. Nur drei Modelle erhalten dabei die Note „Gut“. Gleich vier Wagen fallen aufgrund einer hohen Schadstoffbelastung durch, darunter auch der teuerste Kinderwagen im Test.

Nur drei Modelle erhalten die Note „Gut“

Britax Go Big wird Testsieger

Foto: Britax | Go Big

Foto: Britax | Go Big

Als einer von drei Kombi-Kinderwagen im Test schneidet der Britax Go Big (ab 540 Euro) mit dem Urteil „Gut“ ab. Vor allem seine kindgerechte Gestaltung und einfache Handhabung fallen positiv auf. Als einziger Kinderwagen im Test bietet er eine gute Tragetasche und zugleich einen guten Sitz. Der Einkaufskorb lässt sich einfach beladen. Zusätzlich fährt der Kinderwagen sehr sicher auf allen Untergründen. Allerdings ist der Testsieger vergleichsweise teuer und im Dunkeln schlecht zu sehen.

Die Ergebnisse des Britax Go Big im Überblick:
+ kindgerechte Gestaltung
+ Handhabung
+ Haltbarkeit
+ Schadstoffe
Handhabung Sicherheit, schlechte Sichtbarkeit im Dunkeln

Merkmale:
geeignet für Kinder bis 17 kg
drehbarer Aufsatz
Schieberhöhe: 52 bis 109 cm
max. Ladung Einkaufskorb: 10 kg
inklusive Transportsicherung


Der Preis-/Leistungssieger kommt von ABC Design

Foto: ABC Design | Condor 4

Foto: ABC Design | Condor 4

Mit Kosten von ca. 500 Euro ist der ABC Design Condor 4 (Note „Gut“) die preiswertere Alternative zum Testsieger Britax. Die Tragetasche ist gut, auch Federung und Bremsen des Kinderwagens überzeugen. Allerdings lässt sich der Sitzwinkel nicht verstellen, was den Wagen für Kinder ab 6 Monaten unbequem macht. Für große Eltern ist der Schieberiegel zudem etwas zu niedrig.

Die Ergebnisse des ABC Design Condor 4 im Überblick:
+ Handhabung
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
+ Schadstoffe
Handhabung kindgerechte Gestaltung

Merkmale:
geeignet für Kinder bis 15 kg
drehbarer Aufsatz
Schieberhöhe: 86 bis 106 cm
max. Ladung Einkaufskorb: 5 kg
inklusive Transportsicherung


Kinderwagen von Joolz: Teuer, aber gut

Foto: Joolz | Geo Earth

Foto: Joolz | Geo Earth

Mit einem mittleren Preis von 1.000 Euro ist der Joolz Geo Earth (Note „Gut“) einer der kostspieligeren Kombi-Kinderwagen im Test der Stiftung Warentest. Er bietet die längste Tragetasche der getesteten Modelle – sie eignet sich für Kinder bis zu 10 Monaten. Der Wagen lässt sich einfach auf- und zusammenklappen, auch der Einkaufskorb ist leicht zu beladen. Der Sitz lässt sich jedoch nur neigen, für sehr große Personen wird das Schieben zudem eventuell unbequem.

Die Ergebnisse des ABC Design Condor 4 im Überblick:
+ Handhabung
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
+ Schadstoffe
Handhabung kindgerechte Gestaltung

Merkmale:
geeignet für Kinder bis 15 kg
drehbarer Aufsatz
Schieberhöhe: 92 bis 108 cm
max. Ladung Einkaufskorb: 10 kg
inklusive Transportsicherung


Zwei Kombi-Kinderwagen im Test sind „Befriedigend“

Den Moon Nuova City (etwa 500 Euro) und den Joie Chrome DLX (etwa 400 Euro) beurteilt Stiftung Warentest mit der Note „Befriedigend“. Der Kombi-Kinderwagen von Moon ist einfach zu handhaben und sicher, seine Tragetasche fällt jedoch recht kurz aus und eignet sich nur für Kinder bis 5 Monate. Der Joie Chrome DLX lässt sich von allen Kinderwagen im Test am einfachsten auf- und zuklappen. In die recht lange Tragetasche passen Kinder bis zum 9. Monat. Allerdings ist der Wagen im Dunkeln schlecht erkennbar und die Regenhaube enthält erhöhte Mengen des Schadstoffs Naphtalin.

Drei Modelle sind „Ausreichend“

Die Note „Ausreichend“ vergibt Stiftung Warentest an

  • den Hauck Maxan 4 Trio Set (etwa 550 Euro),
  • den Naturkind Varius Pro (etwa 950 Euro) und
  • den Osann Pep (etwa 299 Euro).

Der Hauck Kinderwagen bringt einen Autokindersitz mit. Allerdings fällt die Tragetasche klein aus und der Wagen ist im Dunkeln schlecht sichtbar. Der Naturkind Wagen fällt durch die große Tragetasche positiv auf. Im Test zeigt sich der Kinderwagen jedoch als nicht kippsicher. Die Tragetasche des Osann Pep ist besonders klein und reicht nur bis zum 4. Lebensmonat. Zudem lässt sich der Sitzwinkel nicht verändern und die Schieberhöhe nur bis maximal 102 cm ausziehen.

Hohe Schadstoffbelastung: Vier Kinderwagen fallen durch

Gleich vier Mal vergibt Stiftung Warentest das Urteil „Mangelhaft“. Beim

  • Bugaboo Buffalo (etwa 1.080 Euro),
  • Teutonia Bliss (etwa 1.040 Euro),
  • Bergsteiger Capri (etwa 400 Euro) und
  • Knorr-Baby Noxxter (etwa 600 Euro)

führen nachgewiesene Schadstoffe zur Abwertung. Der Griff des Bugaboo Buffalo enthält das vermutlich krebserregende TDCPP. Beim Teutonia Bliss sind die Griffe mit Naphtalin belastet, beim Bergsteiger Capri enthält die Regenhaube den Schadstoff, die Griffe sind mit Weichmachern belastet. Auch beim Knorr-Baby Noxxter weisen die Tester Schadstoffe nach, zudem kann der Wagen leicht kippen.

Tipp der Redaktion

Sie suchen einen guten Buggy? Welche Schiebewagen im Test der Stiftung Warentest überzeugen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Kinderwagen kaufen: Was Sie beachten sollten

  • Bevor Sie einen Kinderwagen kaufen, sollten Sie ihn im Geschäft einmal ausprobieren. Bei einigen Modellen stoßen große Personen beim Schieben schnell mit den Füßen an.
  • Für bequemes Schieben muss sich die Griffhöhe optimal Ihrer Körpergröße anpassen lassen. Für Personen über 1,80 Meter sollte sie bei mindestens 111 cm liegen.
  • Probieren Sie auch aus, wie leicht sich der Wagen auf- und wieder zusammenklappen lässt.
  • Bei Kinderwagen mit Einkaufskorb sollte sich dieser leicht befüllen lassen. Am bequemsten funktioniert dies, wenn der Korb sich herausziehen lässt.
  • Bestellen Sie den Kinderwagen mind. 15 Wochen vor der Geburt, damit er rechtzeitig ankommt.

Fazit: Wer einen Kinderwagen kaufen möchte, wünscht sich hohe Sicherheit und einfache Handhabung. Laut Stiftung Warentest (Heft 3/2017) können nur drei Modelle diese Voraussetzungen voll erfüllen.

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