Heizkissen und Bettwärmer: Wohlige Wärme an kalten Tagen

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An kalten Tagen sehnt sich der Mensch nach Wärme. Was gibt es da Schöneres, als sich in ein schon vorgewärmtes Bett zu kuscheln? Eine Heizdecke verbreitet wohlige Temperaturen – die Wärme ist aber nicht nur in kühlen Winternächten willkommen, sondern hilft auch dabei, nach einem harten Tag zu entspannen. Heizdecken und Heizkissen sollen verspannte Muskeln lösen und so wesentlich zur Erholung beitragen. Die Kissen und Decken sollen bei Rücken- und Nackenschmerzen helfen und Menschen mit Arthritis Erleichterung verschaffen. Doch welche Kissen und Decken bringen nun wirklich mehr Wellness und Wohlbefinden in den Alltag? Welche Modelle gibt es und für welchen Zweck sind sie geeignet? Und was müssen Sie für eine sichere Anwendung beachten? Wir sagen es Ihnen.

Heizkissen, Heizdecken und Fußwärmer: Die Modelle im Überblick

Foto: Beurer | UB 100

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Heizdecken – Wärme für den ganzen Körper
Heizdecken versprechen wohlige Wärme. In eine weiche Decke sind Heizstäbe eingearbeitet, die durch elektrische Energie erhitzt werden. Die Decken werden daher an die Steckdose angeschlossen. Der Bezug lässt sich in aller Regel abnehmen und waschen. Die Preise für Heizdecken liegen zwischen 20 und 100 Euro. Man unterscheidet zwischen zwei Arten:

Wärmezudecken nutzen Sie wie eine gemütliche Wolldecke, eben als Zudecke. Diese Decken sind nicht dazu geeignet, Ihr Körpergewicht zu tragen, Sie sollten sich dort also nicht drauflegen. In aller Regel dürfen Wärmezudecken auch nicht abgedeckt werden.

Wärmeunterbetten sind dazu gedacht, das Bett vorzuwärmen, bevor Sie schlafen gehen. Diese Heizdecken werden nicht ganz so heiß, die Heizstäbe liegen zudem weiter auseinander. Wärmeunterbetten sind nicht zum Zudecken geeignet; dafür dürfen Sie sich auf die Wärmeauflagen legen. Sie sollten aus Sicherheitsgründen allerdings darauf verzichten, eingeschaltete Unterbetten mit einer Bettdecke abzudecken. Schalten Sie die Decke lieber aus, bevor Sie ins Bett gehen.

Heizkissen – Wärme für Rücken und Nacken
Heizkissen sind für bestimmte Körperregionen gedacht und sollen vor allem bei Rücken- und Nackenverspannungen helfen. Nacken-Heizkissen sind oft in Form einer Rolle geformt und fügen sich passgenau dem Nacken an. Rücken-Heizkissen sind länger und halten den gesamten Rücken warm. Es gibt auch Kombinationen, die sowohl den Nacken- als auch den Halsmuskeln Entspannung bieten. Die Kosten beginnen bei 20 Euro und reichen bis etwa 100 Euro.

Wärmegürtel – Wärme für Nacken und Lenden
Wärmegürtel sollen bei Verspannungen im Rücken- und Lendenwirbelbereich helfen. Wer unter Rückenschmerzen und verspannter Muskulatur leidet, kann sich mit diesen medizinischen Helfern Erleichterung verschaffen. Die Gürtel werden in der Regel über einen Akku betrieben, manche Modelle können auch unter der Kleidung getragen werden; so können Sie mitsamt dem Gürtel auch ins Freie gehen. Hochwertige Modelle sind so flexibel, dass sie sich an verschiedene Körperbereiche anpassen lassen. Soehnle und Beurer bietet hochwertige Modelle zwischen 50 und 80 Euro.

Fußwärmer – Wärme für die Füße
Eine einfache Grundregel lautet: Sind die Füße warm, friert auch der gesamte Körper weniger. Diesen Grundsatz machen sich Fußwärmer zunutze. Diese Wärmespender sind wie grobe Stiefel geformt, mit warmer Lammwolle oder ähnlichen Materialien gefüttert und werden genau wie Heizdecken und -kissen elektrisch betrieben. Sie schlüpfen mit beiden Füßen hinein und genießen die Wärme. Elektrische Modelle kosten zwischen 20 und 40 Euro.

Heizdecken und Heizkissen sicher anwenden

Heizdecken und Heizkissen sollen wohlige Wärme ausstrahlen – elektrisch betriebene Modelle bergen allerdings auch Brandgefahr. Daher gilt:

  • Achten Sie beim Kauf auf die nötigen Prüfsiegel: Das CE-Zeichen sowie ein TUV-, VDE oder das GS-Siegel für geprüfte Sicherheit weisen darauf hin, dass die Heizkissen und -decken den aktuellen Sicherheitsbestimmungen entsprechen.
  • Einige Heizkissen und -decken dürfen Sie während der Verwendung nicht abdecken. Eine Gebrauchsanweisung mit Sicherheitshinweisen sollte aus diesem Grund bei der Heizdecke bzw. beim Heizkissen mit dabei sein. Lesen Sie sich diese vor der Anwendung Ihres Wärmespenders aufmerksam durch.
  • Entscheiden Sie sich zudem für Modelle mit Überhitzungsschutz und Abschaltautomatik. Die gewünschte Temperatur sollte sich über einen Regler einfach einstellen lassen.
  • Achten Sie außerdem darauf, nicht auf Heizdecken oder Heizkissen einzuschlafen – das kann zu schwerwiegenden Verbrennungen führen.
  • Halten Sie Getränke und andere Flüssigkeiten von elektrischen Decken und Kissen fern; verschüttete Flüssigkeiten können zum Kurzschluss führen.
  • Und nicht zuletzt: Achten Sie darauf, dass das Kabel zur Steckdose glatt über den Boden verläuft und keine Stolperfalle bildet.

Ein weiteres Detail, auf das Sie beim Betrieb von elektrischen Heizdecken und Heizkissen achten sollten, ist der Stromverbrauch. Bei Heizdecken liegt dieser zwischen 50 und 100 Watt, abhängig von der Größe und der gewählten Temperaturstufe – je größer die Decke, umso höher ist natürlich auch der Stromverbrauch. Wirklich teuer wird das aber nur, wenn Sie Decken und Kissen fast jeden Tag über mehrere Stunden betreiben. Die Stromkosten, die durch den durchschnittlichen Betrieb von Heizdecke und Heizkissen entstehen, können häufig durch ein Absenken der Raumtemperatur aufgefangen werden.

Welche Heizdecken, Kissen und Fußwärmer sind empfehlenswert?

Foto: Beurer | HD 90

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Das Magazin Haus & Garten Test (Heft 1.2014) hat verschiedene Heizdecken und Kissen unter die Lupe genommen. Testsieger wurden die Heizoberdecke Medisana HDW 60226 (um 50 Euro, hier erhältlichMedisana HDW 60226 bei Amazon) und das Wärmeunterbett Medisana HU 655 (um 50 Euro, hier erhältlichMedisana HU 655 bei Amazon). Die Heizoberdecke bietet „anschmiegsame Wärme in ihrer schönsten Form“, schreiben die Tester. Zudem hat dieses Modell einen geringen Energieverbrauch. Das Wärmeunterbett HU 655 überzeugte mit exzellenter Wärmeleistung, niedrigem Energieverbrauch und hohem Liegekomfort.

Platz 2 teilen sich die Heizoberdecke Beurer HD 90 (um 80 Euro, hier erhältlichBeurer HD 90 bei Amazon) und das Wärmeunterbett Beurer UB 100 (um 100 Euro, hier erhältlichBeurer UB 100 bei Amazon). Die Heizdecke punktete insbesondere mit der besten Wärmeverteilung im Test, guter Flexibilität und angenehmen Temperaturen. Das Wärmeunterbett bestach mit dem besten Bedienkonzept und hohem Nutzenkomfort.

Bester elektrischer Fußwärmer im Test war der Beurer FW 20 Cosy (um 40 Euro, hier erhältlichBeurer FW 20 Cosy bei Amazon). Dieses Modell sorge für warme Füße auch im tiefsten Winter, heißt es. Beim zweitplatzierten Medisana FWS 60256 (um 30 Euro, hier erhältlich) lobten die Tester sowohl die hohe Wärmeleistung als auch die komfortable Bedienung und Nutzung.

Fazit: Richtig angewendet, schenken Heizdecken und Heizkissen mehr Wohlbefinden und können vor allem Menschen mit Muskelproblemen bei der täglichen Entspannung helfen. Beachten Sie einige Sicherheitshinweise und entscheiden sich für hochwertige Modelle mit den entsprechenden Prüfsiegeln, müssen Sie auch keine Brandgefahr fürchten. Sie suchen ein gutes Nackenkissen? Welche Modelle im Test überzeugen, lesen Sie hier.

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