8 aktuelle elektrische Zahnbürsten im Test: Nur ein Modell putzt „sehr gut“

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Elektrische Zahnbürsten sollen Zahnbelag und Zahnstein noch gründlicher zu Leibe rücken als eine herkömmliche Handzahnbürste. Die Hersteller bringen regelmäßig neue Modelle auf den Mark. Doch sind die neuen wirklich besser als die altbewährten elektrischen Zahnbürsten? Stiftung Warentest hat den Test gemacht und sich für Ausgabe 3/2016 acht Modelle vorgenommen. Das Ergebnis: Lediglich eine elektrische Zahnbürste im Test erreicht das Urteil „Gut“.

Welche elektrische Zahnbürste ist die beste?

Sechs Akku- und zwei Batterie-Zahnbürsten hat Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Testsieger ist keiner der neuen Kandidaten, sondern eine altbewährte elektrische Zahnbürste: Die Braun Oral-B Pro 6000 Smart-Series (etwa 95 Euro, hier erhältlichBraun Oral-B Pro 6000 Smart-Series bei Amazon) erhielt bereits im Jahr 2013 das Urteil „Gut“ und setzt sich auch 2016 wieder als Testsieger durch. Die beste elektrische Zahnbürste im Test gehört mit 110 Euro zwar zu den teuersten Testkandidaten, überzeugt aber mit sehr guter Zahnreinigung und viel Zubehör. Der Timer zeigt zuverlässig an, ob die empfohlene Zeit zum Zähneputzen eingehalten wird. Die Betriebszeit liegt mit 58 Minuten pro Akkuladung im grünen Bereich. Dafür ist die Zahnbürste nicht sehr standfest und etwas umständlich zu reinigen.

Die Ergebnisse der Braun Oral-B 6000 Smart-Series im Überblick:
+ Zahnreinigung
+ Handhabung
+ Haltbarkeit
+ Umwelteigenschaften
umständlich zu reinigen
nicht sehr stand- und liegefest

Merkmale und Zubehör:
oszillierend-rotierender und pulsierender Bürstenkopf
fünf Putzeinstellungen: Reinigen, Tiefenreinigen, Sensitiv, Aufhellen, Zahnfleisch-Schutz
optische Putzdruckkontrolle
Putzzeitsignal
Ladekontrollleuchte
vier Bürstenaufsätze
Smartguide
Reisebox
Ladestation

7 elektrische Zahnbürsten überzeugen Stiftung Warentest nicht

Die übrigen sieben elektrischen Zahnbürste im Test schneiden deutlich schlechter ab als der Testsieger. Die Zahnbürsten OObrush Dental Revolution (etwa 65 Euro), Braun Oral-B Advance Power (etwa 9 Euro) und Dental Source Total Power Batterie-Zahnbürste (etwa 6 Euro) reinigen zwar gut, sind aber etwas unhandlich zu handhaben. Die Newgen medicals Elektrische Schallzahnbürste (etwa 40 Euro) und Remington Sonicfresh Total Clean SFT-100 (etwa 50 Euro) hingegen reinigen die Zähne insgesamt nur befriedigend und schwächeln ebenfalls im Testfeld Handhabung.

Die AEG Elektrische Akku-Schallzahnbürste (etwa 40 Euro) erhält das Urteil „Ausreichend“. Die Zahnbürste ist einfach zu handhaben und kommt auch an schwer erreichbare Stellen – die Zahnreinigung überzeugt allerdings nicht. Für die teuerste elektrische Zahnbürste im Test, die Foreo Issa (etwa 170 Euro), gibt es sogar die Note „Mangelhaft“. Zahnbelag entfernt die leuchtend blaue Bürste kaum, der große Bürstenkopf kommt zudem nur schwer an die hinteren Backenzähne.

Elektrische Zahnbürste oder Handzahnbürste – was ist besser?

Foto: Kurhan | Dreamstime.com

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Elektrisch oder die gute alte Handzahnbürste? Welches Modell ist für eine wirkungsvolle Zahnpflege am besten geeignet? Zahnärzte empfehlen elektrische Zahnbürsten. Dazu gehören oszillierende Zahnbürsten, Schallzahnbürsten sowie Ultraschallzahnbürsten. Elektrische Zahnbürsten haben gegenüber den Handzahnbürsten einige Vorteile:

  •  Sie entfernen Plaque und Bakterien effektiver.
  • Der kleine Bürstenkopf oszillierender Modelle erreicht auch schwer zugängliche Stellen.
  • Durch die Putzdruckkontrolle ist die Zahnreinigung schonender.
  • Zusatzfunktionen wie ein Timer erleichtern das Zähneputzen.
  • Die Anwendung ist gerade für Kinder und ältere Menschen einfacher.

Der größte Nachteil der elektrischen Zahnbürsten ist der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis, und beim Austausch der Bürstenköpfe muss der Verbraucher meist auf ein teures Modell desselben Herstellers zurückgreifen. Elektrische Zahnbürsten sind zudem lauter als Handzahnbürsten und beim Putzen ist ein Kribbeln im Mund wahrzunehmen, was einige Anwender als unangenehm empfinden.

Tipp der Redaktion

Welche Arten von elektrischen Zahnbürsten es gibt und welche die richtige für Sie ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

11 Tipps zur gründlichen Zahnpflege

Ob Sie Ihre Zähne mit einer elektrischen oder einer Handzahnbürste reinigen – diese Tipps zur Zahnpflege sollten Sie beachten:

  • Putzen Sie Ihre Zähne nach jeder Hauptmahlzeit, mindestens jedoch zweimal täglich.
  • Nach dem Verzehr säurehaltiger Lebensmittel wie Obst oder Wein sollten Sie eine halbe Stunde warten, bis Sie sich die Zähne putzen. Die Säure greift sonst den Zahnschmelz an.
  • Verwenden Sie eine Zahncreme mit Fluorid, das vor Karies schützt. Informieren Sie sich zudem über den Abrieb, den die Zahncreme verursacht. Bei freiliegenden Zahnhälsen sollten Sie eine Zahncreme mit geringem Abrieb wählen.
  • Legen Sie die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel an die Zähne an.
  • Putzen Sie Ihre Zähne mit leicht rüttelnden Bewegungen und lassen Sie keinen Zahn aus.
  • Üben Sie nicht zu viel Druck aus.
  • Putzen Sie mit System. Also von oben nach unten, dabei erst die Außenseite, dann die Beißfläche und schließlich die Innenseite.
  • Zahnzwischenräume erreichen Sie mit der Zahnbürste nur schlecht. Verwenden Sie daher täglich Zahnseide oder eine Interdentalzahnbürste.
  • Reinigen Sie Ihre Zunge mit einem Zungenreiniger.
  • Tauschen Sie Ihre Zahnbürste alle zwei Monate aus.
  • Einmal im Jahr sollten Sie zur Prophylaxe beim Zahnarzt vorbeischauen.

Fazit: Die neuen elektrischen Zahnbürsten sehen zwar schick aus, können der altbewährten Braun Oral-B aber nichts anhaben. Zu diesem Urteil kommt die Stiftung Warentest in Ausgabe 3/2016 des Testmagazins.

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