Welcher Einbaubackofen backt am besten? Stiftung Warentest hat’s ausprobiert

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Foto: Neff | B45CR22N0 Foto: Neff | B45CR22N0

Ein lecker duftender Apfelkuchen, knusprige Plätzchen oder auch ein saftiges Grillhähnchen. All das soll perfekt zubereitet aus dem Backofen kommen. Doch längst nicht jeder elektrische Ofen trifft immer die eingestellte Temperatur und hält diese während der Garzeit. Wer einen neuen Backofen kaufen möchte, muss sich erst einmal auf eine Zeit des Ausprobierens einstellen. Das stellte Stiftung Warentest bei der Prüfung von 13 Einbaugeräten fest. Kein Einbau-Backofen im Test kann in allen Disziplinen punkten. Nur drei Geräte überzeugen vollauf mit ihren Backkünsten. Der Backofen zum Einbauen von Neff zeigt die besten Ergebnisse, gleichauf mit dem Modell von Siemens.

Testsieger ist der Einbau-Backofen von Neff

Foto: Neff | B45CR22N0

Foto: Neff | B45CR22N0

Der Einbau-Backofen von Neff B45CR22N0 (etwa 640 Euro, hier erhältlich) glänzt insbesondere durch eine sehr gute und gleichmäßige Wärmeverteilung. Auch das Grillen beherrscht der Testsieger sehr gut. Allerdings könnte er leichter zu reinigen sein. Insgesamt vergibt Stiftung Warentest die Note „Gut“.

Die Ergebnisse des Neff B45CR22N0 im Überblick:
+ Backen
+ Grillen
+ Temperaturen und Zeiten
+ Handhabung
+ Sicherheit
+ Umwelteigenschaften
Reinigung

Merkmale:
max. 3.600 Watt
Temperatur von 35 bis 290 Grad
Unterhitze getrennt schaltbar
nutzbare Höhe: 35 cm
Breite und Tiefe des Backblechs: 40×32 cm


Der Einbau-Backofen von Siemens backt und grillt sehr gut

Foto: Siemens | HB634GBS1

Foto: Siemens | HB634GBS1

Gleichauf mit dem Testsieger schneidet der Einbau-Backofen Siemens HB634GBS1 (Note „Gut“, etwa 480 Euro) ab. Die gleichmäßige Wärmeverteilung sorgt für sehr gute Backergebnisse und auch die Grillfunktion überzeugt auf ganzer Linie. Ebenso wie der Backofen von Neff lässt sich das Siemens-Modell etwas umständlich reinigen.

Die Ergebnisse des Siemens HB634GBS1 im Überblick:
+ Backen
+ Grillen
+ Temperaturen und Zeiten
+ Handhabung
+ Sicherheit
+ Umwelteigenschaften
Reinigung

Merkmale:
max. 3.600 Watt
Temperatur von 30 bis 300 Grad
Unterhitze getrennt schaltbar
nutzbare Höhe: 35 cm
Breite und Tiefe des Backblechs: 40×33 cm

Der Einbau-Backofen von Miele glänzt als Reinigungswunder

Dank seiner beschichteten Oberflächen lässt sich der Miele H2661-1B (etwa 985 Euro) besonders einfach reinigen. Beim Backen und Grillen erbringt der Einbau-Backofen von Miele gute bis sehr gute Leistungen, die eingestellte Temperatur hält er aber nicht so zu zuverlässig wie die beiden Testsieger. Insgesamt vergibt Stiftung Warentest die Note „Gut“.

Die Ergebnisse des Miele H2661-1B im Überblick:
+ Backen
+ Grillen
+ Reinigung
+ Handhabung
+ Sicherheit
Umwelteigenschaften
Temperaturen und Zeiten

Merkmale:
max. 3.500 Watt
Temperatur von 50 bis 260 Grad
Unterhitze getrennt schaltbar
nutzbare Höhe: 39 cm
Breite und Tiefe des Backblechs: 40×34 cm


AEG – die Reinigung mit Pyrolyse verbraucht viel Energie

Foto: AEG | BPB351020M

Foto: AEG | BPB351020M

Der AEG BPB351020M (Note „Gut“, etwa 665 Euro) möchte die Reinigung mit Pyrolyse vereinfachen. Dabei heizt der Ofen bis zu zweieinhalb Stunden auf über 400 Grad auf und brennt den Schmutz aus. Das verbraucht allerdings fast 7 Kilowattstunden Strom pro Stunde. Backen und Grillen beherrscht der Backofen zum Einbauen gut, auch die Temperatur hält er recht zuverlässig.

Die Ergebnisse des AEG BPB351020M im Überblick:
+ Backen
+ Grillen
+ Temperaturen und Zeiten
+ Reinigung
+ Handhabung
+ Sicherheit
Umwelteigenschaften

Merkmale:
max. 3.500 Watt
Temperatur von 30 bis 300 Grad
Unterhitze getrennt schaltbar
nutzbare Höhe: 35 cm
Breite und Tiefe des Backblechs: 42×32 cm


Bosch liefert gute Backergebnisse

Foto: Bosch | HBA33B250

Foto: Bosch | HBA33B250

In den Kategorien Backen und Grillen schneidet der Bosch HBA33B250 (Note „Gut“, etwa 455 Euro) gut ab und hält auch die Temperatur zuverlässig. Die Reinigung ist etwas aufwendig, der Stromverbrauch könnte niedriger sein. Insgesamt ist das Modell eine gute Alternative für alle, die einen etwas günstigeren Backofen kaufen möchten.

Die Ergebnisse des Bosch HBA33B250 im Überblick:
+ Backen
+ Grillen
+ Temperaturen und Zeiten
+ Handhabung
+ Sicherheit
Umwelteigenschaften
Reinigung

Merkmale:
max. 3.500 Watt
Temperatur von 50 bis 270 Grad
Unterhitze getrennt schaltbar
nutzbare Höhe: 32 cm
Breite und Tiefe des Backblechs: 40×31 cm


Drei weitere Einbau-Backöfen erhalten die Note „Gut“ im Test

Drei weitere Male vergibt Stiftung Warentest das Testurteil „Gut“. Der Panasonic HL-CK655BEPG ist mit einem Preis von 1.000 Euro der teuerste Einbau-Backofen im Test. Backen und Grillen beherrscht er gut, allerdings fällt der Stromverbrauch recht hoch aus und beim ersten Ausheizen ist das Gerät sehr laut. Der Bauknecht BIR4 DH8F2 PT (etwa 550 Euro) überzeugt mit seiner sehr guten Grillfunktion, ist aber etwas kompliziert zu reinigen. Der günstige Hanseatic 65DEE40106 (etwa 300 Euro) ist der Preis-/Leistungssieger im Test.

Fünf Backöfen sind „befriedigend“

An fünf Backöfen im Test vergibt Stiftung Warentest die Note „Befriedigend“. Der Amica EB 13552 E (etwa 335 Euro) backt gut, hält die eingestellte Temperatur jedoch nicht zuverlässig und die zu weichen Grillroste verbiegen sich. Beim Gorenje BOP637E11X (etwa 460 Euro) kritisiert Stiftung Warentest die ungleichmäßige Wärmeverteilung beim Backen. Zudem braucht der Backofen relativ lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Der Respecta DIGI EB318AE ist mit einem Preis von 238 Euro der günstigste Backofen im Test, verteilt die Wärme mit Ober- und Unterhitze jedoch ungleichmäßig. Das gleiche Problem weist der Beko BIM22302X (etwa 335 Euro) auf, zudem gibt es im Heißluftbetrieb zu wenig Wärme. Das führt auch beim IKEA 003.09.18 (etwa 299 Euro) zur Abwertung. Er punktet dafür durch seine genaue Temperatureinstellung. Zur Installation ist ein Elektriker notwendig.

Backofen reinigen: 5 einfache Tipps

  • Backöfen mit emaillierten Seitenwänden und beschichteten Backblechen lassen sich am einfachsten reinigen.
  • Manche Backöfen bieten katalytisch beschichtete Seitenwände. Im Test von Stiftung Warentest bleiben trotzdem Fettrückstände.
  • Am einfachsten lässt sich der Backofen reinigen, wenn Sie ihn direkt nach jeder Benutzung mit heißem Wasser und Spülmittel auswaschen, damit Verkrustungen gar nicht erst entstehen.
  • Eine Paste aus Backpulver und Wasser entfernt auch hartnäckige Rückstände. Einfach kurz einwirken lassen und abspülen.
  • Krusten und Flecken lassen sich auch mit Salz entfernen. Salz dick aufstreuen, den Backofen auf 50 Grad heizen, bis das Salz braun wird, und das Salz ausfegen.

Fazit: Viele Backöfen im Test der Stiftung Warentest (Heft 3/2017) treffen die eingestellte Temperatur nicht richtig. Andere lassen sich nur kompliziert reinigen. Dennoch schneiden acht der Testkandidaten mit „Gut“ ab.

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