Stiftung Warentest prüft Digitalradios: Deutliche Unterschiede beim Klang und Empfang

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Foto: Sony | Digitalradio XDR-S60DBP Foto: Sony | Digitalradio XDR-S60DBP

Musik hören immer und überall: Digitalradios sind handlich, praktisch und bieten eine Vielzahl an Sendern. Diese empfangen sie über DAB (Digital Audio Broadcast, englisch für digitalen Radioempfang) und über Ultrakurzwelle/UKW. Einige Modelle verbinden sich zudem per WLAN mit dem Internet und können so noch mehr Sender empfangen. In Heft 7/2015 hat die Stiftung Warentest 18 Digitalradios miteinander verglichen, darunter elf Digitalradios mit DBA+ und sieben Digitalradios, die neben DAB+ auch Internetempfang bieten. Hier erfahren Sie, welche Digitalradios im Test der Stiftung Warentest überzeugen.

Sony XDR-S60DBP – bestes Digitalradio im Test

Insgesamt 14 Digitalradios erreichen eine „gute“ Gesamtnote im Test – allen voran das Sony XDR-S60DBP im Retro-Design (etwa 90 Euro, hier erhältlichSony XDR-S60DB bei Amazon). Das DAB+-Radio ohne Internet überzeugte mit gutem Klang und sehr gutem Empfang. Darüber hinaus ist der Testsieger aus dem Hause Sony einfach zu handhaben und verbraucht wenig Strom. Manko: Der Schutz gegen Funktionsstörungen ist mittelmäßig, ebenso die Gebrauchsanleitung.

Die Ergebnisse des Sony XDR-S60DBP im Überblick:

+ guter Ton
+ sehr guter Empfang
+ einfache Inbetriebnahme
+ täglicher Gebrauch
+ sehr geringer Stromverbrauch
Schutz gegen Funktionsstörungen
Gebrauchsanleitung

Ausstattung und technische Merkmale:

✓ 4-zeiliges LC-Display
✓ 5 voreingestellte DAB/DAB+ und UKW-Sender
✓ 5 Stationstasten
✓ Kopfhörerausgang
✓ Audioeingang
✓ Uhr und Sleeptimer
✓ Betrieb mit Batterien möglich

Philips, Noxon und Sonoro teilen sich Platz 2

Den 2. Platz im Digitalradio-Test teilen sich das Philips AE5220/12, das Sonoro Sonororadio und das Internetradio Noxon Nova M. Alle drei Digitalradios punkten mit gutem Ton, sehr gutem Schutz gegen Funktionsstörungen und einfacher Handhabung im Vergleichstest. Das Modell von Philips (etwa 80 Euro, hier erhältlichPhilips AE5220/12 bei Amazon) glänzt zudem mit sehr geringem Stromverbrauch, schwächelt dafür aber ein wenig beim UKW-Empfang. Das Sonoro Sonororadio (etwa 300 Euro, hier erhältlichSonoro Sonororadio bei Amazon) bietet zwar insgesamt den besten Ton, der DAB+-Empfang ist jedoch nur „ausreichend“. Beim Internetradio Noxon Nova M (etwa 290 Euro, hier erhältlichNoxon Nova M bei Amazon) kritisierte Stiftung Warentest die Gebrauchsanleitung und den UKW-Empfang.

Foto: Philips | Digitalradio AE5220/12

Foto: Philips | Digitalradio AE5220/12

Die Ergebnisse des Philips AE5220/12 im Überblick:

+ guter Ton
+ guter Empfang
+ sehr guter Schutz gegen Funktionsstörungen
+ einfache Gebrauchsanleitung
+ einfache Inbetriebnahme
+ täglicher Gebrauch
+ sehr geringer Stromverbrauch
mittelmäßiger UKW-Empfang

Ausstattung und technische Merkmale:

✓ LCD-Display
✓ Integrierter Lautsprecher
✓ Digitaler Tuner mit Programmspeicher
✓ Schnellsuchfunktion
✓ Stereo-Lautsprecher
✓ Uhr
✓ Betrieb mit Batterien möglich
✓ Batterieladestand-Anzeige


Foto: Sonoro | Sonororadio

Foto: Sonoro | Sonororadio

Die Ergebnisse des Sonororadio im Überblick:

+ guter Ton
+ sehr guter Schutz gegen Funktionsstörungen
+ einfache Gebrauchsanleitung
+ einfache Inbetriebnahme
+ täglicher Gebrauch
+ geringer Stromverbrauch
mittelmäßiger UKW-Empfang

Ausstattung und technische Merkmale:

✓ Fernbedienung
✓ Kopfhörer-/Line-Ausgang
✓ Audioeingang
✓ Antennenanschluss
✓ Uhr, Wecker, Sleep-Timer
✓ Bluetooth
✓ 2 USB-Anschlüsse


Foto: Noxon | Digitalradio Nova M

Foto: Noxon | Digitalradio Nova M

Die Ergebnisse des Noxon Nova M im Überblick:

+ guter Ton
+ guter Empfang
+ sehr guter Schutz gegen Funktionsstörungen
+ einfache Inbetriebnahme
+ täglicher Gebrauch
+ geringer Stromverbrauch
mittelmäßiger UKW-Empfang
mittelmäßige Gebrauchsanleitung

Ausstattung und technische Merkmale:

✓ TFT-Farbdisplay
✓ Fernbedienung und Fernbedienungs-App
✓ Kopfhörer-/Line-Ausgang
✓ Audioeingang
✓ Antennenanschluss
✓ Uhr, Wecker, Sleep-Timer
✓ Musikwiedergabe über USB
✓ WLAN


Panasonic, Grundig, Hama und Technisat auf Rang 3

Platz 3 vergibt Stiftung Warentest an vier Digitalradios: Panasonic RF-D10EG, Grundig Cosmopolit 4 Web DAB+, Hama DIR 3100 und Technisat Digitradio 350 IR. Das Radio von Panasonic (etwa 70 Euro, hier erhältlichPanasonic RF-D10EG bei Amazon) besticht mit sehr gutem Empfang und sehr gutem Schutz gegen Funktionsstörungen. Außerdem lässt es sich einfach bedienen und verbraucht wenig Strom. Die Gebrauchsanleitung und der Klang sind allerdings nur „befriedigend“. Auch das Grundig-Internetradio (etwa 140 Euro, hier erhältlichGrundig Cosmopolit 4 Web DAB+ bei Amazon) empfängt sehr gut und ist einfach zu bedienen. Der Klang ist wie beim Panasonic RF-D10EG nur „befriedigend“. Die Internetradios von Hama und Technisat zeigen durchweg gute Leistungen.

Weitere 6 Radios mit der Note „Gut“ ausgezeichnet

Sechs weitere Digitalradios im Test erhalten das Urteil „Gut“:

  • Albrecht DR 900 BT (ohne Internetradio)
  • Grundig RCD 1460 DAB+ (ohne Internetradio)
  • Pure Pop Midi (ohne Internetradio)
  • Sangean DPR-77 (ohne Internetradio)
  • Sangean WFR-29C (mit Internetradio)
  • Medion Life P85035 MD 87090 (mit Internetradio)

Das Albrecht DR 900 BT (etwa 160 Euro) erhält für Tonqualität und Empfang zwar nur die Teilnote „befriedigend“, ist aber einfach in der Handhabung und verbraucht wenig Strom. Das Grundig RCD 1460 (etwa 110 Euro) und das Sangean DPR 77 (etwa 100 Euro) bieten sehr guten Empfang bei befriedigendem Ton, beim Grundig Radio müssen Anwender das Menü aufrufen, um die Uhrzeit zu sehen. Das Pure Pop Mini (etwa 80 Euro) überzeugt mit gutem Empfang und ist auch als Uhr und Radiowecker mit Sleep-Timer zu verwenden. Beim Sangean WFR-29C (etwa 210 Euro) überzeugen Klang und Empfang. Das Medion Life P85035 (etwa 100 Euro) bietet guten Empfang, aber nur „befriedigenden“ Klang.

4 Testkandidaten erhalten das Urteil „befriedigend“

Vier Digitalradios im Test erhalten das Urteil „befriedigend“: Das Technisat Digitalradio 250 (etwa 55 Euro), das Blaupunkt RX 12 (etwa 35 Euro), das Dual DAB 18 (etwa 40 Euro) und das Internetradio Soundmaster IR4000 (etwa 150 Euro). Diese sehr günstigen Radios bieten höchstens mittelmäßige Tonqualität und schwächeln auch beim Empfang. Beim Dual-Radio ist die Uhr zudem im Menü versteckt. Das Soundmaster-Radio bietet nur mittelmäßigen Klang und Empfang, für die Handhabung gab es außerdem nur die Teilnote „ausreichend“.

Tipps für guten Radioempfang

Ob ein DAB+ Radio ausreicht oder es ein Radio mit Internetempfang sein sollte, hängt von Ihren persönlichen Ansprüchen und Ihrem Musikgeschmack ab – und auch von der Region, in der Sie wohnen. DAB+ und UKW (hier erfahren Sie mehr) bieten eine Grundversorgung mit lokalen, regionalen und wenigen bundesweiten Sendern. Während Sie in Bayern allerdings mehr als 70 digitale Sender empfangen, sind es im Saarland nur 19. Möchten Sie mehr Abwechslung genießen, lohnt sich die Investition in ein Digitalradio mit Internetempfang. Die Geräte verbinden sich in der Regel per WLAN mit dem Internet. Für robusteren Empfang empfiehlt die Stiftung Warentest, die Radios über das LAN-Kabel an den Router anzuschließen.

Fazit: Unter den Digitalradios im Test der Stiftung Warentest (Heft 7/2015) überzeugen sowohl Geräte mit als auch ohne zusätzlichen Internetempfang. Dabei lohnt es sich, etwas mehr zu investieren: Die sehr günstigen Geräte im Radio-Test empfangen meist weniger Sender und klingen recht dünn.

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