Gute Nacht! Boxspringbetten im Test der Stiftung Warentest

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Wer tagsüber erfolgreich sein will, muss nachts gut schlafen. Bett und Matratze bilden im Wortsinne die Grundlage für einen gesunden Schlaf. Als Königsklasse gelten dabei Boxspringbetten: Die Kombination aus Boxspring, Matratze und Topper soll die wohlverdiente Nachtruhe gewährleisten. Doch einige Betten halten nicht das, was sie versprechen. Das zeigt ein Test der Stiftung Warentest in Ausgabe 9/2016: Die Tester haben sich 15 Boxspringbetten angesehen, jeweils mit einer Liegefläche von 180 x 200 cm. Selbst das beste Boxspringbett im Test erhält nur die Note „Befriedigend“.

Testsieger Fennobed bietet gute Liegeeigenschaften, enthält aber Schadstoffe

Keines der Boxspringbetten im Vergleich erhält eine bessere Note als „Befriedigend“. Am meisten überzeugt die Tester noch das Fennobed Continental Aurea (etwa 3.300 Euro). Im Test verzeichnet es den geringsten Höhenverlust und erweist sich als haltbar. Für Rückenschläfer ist es gut geeignet. Allerdings ist das Bett weicher als deklariert und enthält Schadstoffe wie das Flammschutzmittel TCPP –allerdings nur in geringer Konzentration.

Die Ergebnisse des Fennobed-Boxspringbett im Überblick:
+ Liegeeigenschaften
+ Schlafklima
+ Haltbarkeit
+ Bezug
+ Deklaration und Werbung
Gesundheit und Umwelt (Flammschutzmittel nachgewiesen)
Handhabung

Merkmale:
Härtegrad laut Anbieter: hart
Härtegrad bei Prüfung: mittel
Höhe: 65 cm
Gewicht Einzelbett: 154,7 kg
Bezug waschbar bei 60 °C


Auping Criade ist gut für Rücken- und Seitenschläfer

Ebenfalls mit der Note „Befriedigend“ schneidet das Boxspringbett Auping Criade (etwa 4.200 Euro) ab. Für kleinere und leichtere Personen sind die Liegeeigenschaften gut, für schwerere Personen in Seitenlage befriedigend. Die Matratze lässt sich einfach wenden und ist frei von Schadstoffen. Die Härtegradangabe ist den Testern zufolge jedoch vollkommen falsch. Zudem riecht das Bett unangenehm nach dem Auspacken.

Die Ergebnisse des Auping Criade im Überblick:
+ Liegeeigenschaften
+ Schlafklima
+ Bezug
+ Handhabung
Deklaration und Werbung
Haltbarkeit
Gesundheit und Umwelt

Merkmale:
Härtegrad laut Anbieter: fest
Härtegrad bei Prüfung: weich
Höhe: 66 cm
Gewicht Einzelbett: 159,1 kg
Bezug waschbar bei 40 °C

Badenia empfiehlt sich für kleinere Personen

Im Badenia Irisette Boxspringbett Sao Carlos (etwa 2.200 Euro) schlafen kleine, leichte Personen mit A-förmigem Körperbau gut. Das Bett ist allerdings weniger fest als vom Hersteller ausgewiesen und im Dauertest wird die Matratze noch weicher. Schadstoffe enthält das Boxspringbett nicht. Dafür riecht es unangenehm nach dem Auspacken. Insgesamt gibt es das Urteil „Befriedigend“.

Die Ergebnisse des Badenia Irisette Sao Carlos im Überblick:
+ Liegeeigenschaften
+ Schlafklima
+ Bezug
Handhabung
Deklaration und Werbung
Haltbarkeit
Gesundheit und Umwelt

Merkmale:
Härtegrad laut Anbieter: H3
Härtegrad bei Prüfung: weich
Höhe: 52,5 cm
Gewicht Einzelbett: 171,9 kg
Bezug waschbar bei 40 °C


Viele Boxspringbetten bilden im Dauertest Liegekuhlen aus

Noch weitere vier Mal vergibt die Stiftung Warentest die Note „Befriedigend“:

  • Höffner / Smart Boxspringbett Luxus (etwa 1.500 Euro)
  • Matratzen Concord / Select Edition Gold (etwa 1.900 Euro)
  • Matratzen Concord / Edition Luxury (etwa 1.900 Euro)
  • Schlaraffia Saga mit Bültex Topper (etwa 2.200 Euro)
  • Schlaraffia Happy (etwa 2.200 Euro)
  • Hasena Massiva Ivio (etwa 3.500 Euro)

Für diese drei Betten gibt es das Urteil „Ausreichend“:

  • Fey Boxspringbett Step 5 (etwa 2.600 Euro)
  • Mustering Ventura (etwa 3.300 Euro)
  • Roller Boxspringbett Orlando (etwa 1.600 Euro)

Zwei Boxspringbetten erhalten nur die Note „Mangelhaft“:

  • Royal Spring Swedish Edition Dreamer (etwa 2.700 Euro)
  • BeCo Exquisit Boxspringbett Eos Comfort (2.000 Euro)
  • BeCo Manua Comfort (etwa 2.000 Euro)

Mit Ausnahme des Boxspringbettes von Höffner schwächeln die Modelle in der Kategorie Haltbarkeit. Durch Wärme und Schweiß entsteht nach einiger Zeit eine Liegekuhle. Das Bett von BeCo gibt zudem Lösungsmittel ab. Viele Betten sind außerdem weicher als deklariert, auch das vergleichsweise teure Boxspringbett von Mustering.

Als Alternative zum Boxspringbett empfiehlt Stiftung Warentest die Matratzen, die in vorherigen Tests gut abgeschnitten haben: Die Schaumstoffmatratze Bett1.de Bodyguard (etwa 200 Euro, Note „Gut“) aus einem älteren Vergleich ist immer noch erhältlich. Von den aktuellen Matratzen im Test ist die Smood von Home24.de (etwa 400 Euro, Note „Gut“) empfehlenswert.

Worauf Sie beim Kauf eines Boxspringbetts achten sollten

5 Tipps für einen gesunden Schlaf

  • Die ideale Temperatur im Schlafzimmer beträgt zwischen 14 und 18°C, die Luftfeuchtigkeit sollte bei 40 bis 60 Prozent liegen.
  • Neue Matratzen können unangenehm riechen, daher sollten sie zunächst einige Tage auslüften.
  • Wenden und drehen Sie Ihre Matratzen regelmäßig, am besten bei jedem Wechsel der Bettwäsche, spätestens jedoch nach zwei Monaten.
  • Waschen Sie Matratzenbezüge spätestens alle drei Monate, um Milbenbefall und Schimmel vorzubeugen.
  • Eine gute Bettdecke sollte Wärme speichern, Schweiß aber nach außen abgeben können. Hier hat das Daunenbett die Nase vorn.

Fazit: Viele Boxspringbetten im Vergleich der Stiftung Warentest (Heft 9/2016) sind weicher als angegeben und bilden schnell Liegekuhlen aus. Als Alternative empfehlen sich die besten Matratzen im Test des Verbrauchermagazins. Sie suchen ein gutes Nackenkissen? Welche Modelle im Test überzeugen, lesen Sie hier.

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