Pünktlich zur Fußball-EM 2016: 18 Beamer für zu Hause im Test

Foto: BenQ | W1110 Foto: BenQ | W1110

Ob die neuesten Blockbuster oder große Sportereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich: Der Fernsehbildschirm ist für manche Erlebnisse einfach zu klein. Erst ein Beamer bringt das richtige Kinoerlebnis nach Hause. Welche Geräte ein besonders scharfes Bild auf die Leinwand zaubern, hat die Stiftung Warentest in einem aktuellen Test geprüft. 18 Projektoren treten im Vergleich gegeneinander an, darunter 14 Geräte für die Langdistanz und vier Modell für die Kurzdistanz, die auch im eigenen Wohnzimmer aufgestellt werden können.

6 Langdistanz-Beamer erhalten die Note „Gut“

Testsieger BenQ W1110 ist vergleichsweise leise

Foto: BenQ | W1110

Foto: BenQ | W1110

Bester Langdistanz-Beamer im Test ist der BenQ W1110 (Note „Gut“, etwa 825 Euro, hier erhältlichBenQ W1110 bei Amazon). Der 3D-fähige Testsieger punktet mit einfacher Handhabung, geringer Wärmeentwicklung und guter Bildqualität: Auch in heller Umgebung und bei schräger Projektion ist das Bild gut zu erkennen. Das Betriebsgeräusch ist im Vergleich zu den anderen Videoprojektoren leise. Der Stromverbrauch ist allerdings relativ hoch.

Die Ergebnisse des BenQ W1110 im Überblick:

+ Bildqualität
+ Handhabung
Stromverbrauch

Merkmale:

Bildgeber: DLP
Lichtquelle: Hochdrucklampe
Bilddiagonale im Dunkeln: 2,7 m
Mittlerer Projektionsabstand bei 1,5 m Bildbreite: 1,94 m
Bildauflösung 1.920 x 1.080
VGA-Eingang: 1
Lautsprecher
Beleuchtete Fernbedienung
Triggerausgang für elektrische Projektionswand
Stromkosten pro Jahr bei täglicher Nutzung (28 ct/kWh): 100 Euro
Maße: 38 x 12 x 28 cm
Gewicht: 3,4 kg

BenQ W1110 im Video


Der kleine BenQ W1070+ landet auf Platz 2

Foto: BenQ | W1070+

Foto: BenQ | W1070+

Platz 2 geht an den BenQ W1070+ (Note „Gut“, 800 Euro, hier erhältlichBenQ W1070+ bei Amazon). Das etwa kompaktere Schwestermodell des W1110 besticht ebenfalls mit guter Bildqualität – sowohl in heller Umgebung als auch bei schräger Projektion. Zudem ist der 3D-Videoprojektor einfach zu bedienen. Die Wärmeentwicklung im Betrieb ist jedoch sehr hoch: Das Gehäuse kann sich auf bis zu 83 °C erhitzen.

Die Ergebnisse für den BenQ W1070+ im Überblick:

+ Bildqualität
+ Handhabung
Wärmeentwicklung

Merkmale:

Bildgeber: DLP
Lichtquelle: Hochdrucklampe
Bilddiagonale im Dunkeln: 2,6 m
Mittlerer Projektionsabstand bei 1,5 m Bildbreite: 1,96 m
Bildauflösung 1.920 x 1.080
VGA-Eingang: 1
Lautsprecher
Beleuchtete Fernbedienung
Triggerausgang für elektrische Projektionswand
Stromkosten pro Jahr bei täglicher Nutzung (28 ct/kWh): 98 Euro
Maße: 32 x 11 x 25 cm
Gewicht: 2,8 kg


Gleich zwei Modelle von Epson auf Platz 3

Foto: Epson | EB-U04

Foto: Epson | EB-U04

Die Videoprojektoren Epson EB-U04 (Note „Gut“, etwa 570 Euro, hier erhältlichEpson EB-U04 bei Amazon) und Epson EH-TW5300 liegen gleichauf im Beamer-Test. Beide Projektoren bieten eine gute Bildqualität bei heller Umgebung und bei schräger Projektion. Der Epson EB-U04 eignet sich allerdings weder für den täglichen Gebrauch noch für Computerspiele und 3D-Shutterbrillen. Ferner ist der Beamer sehr laut. Dafür sind die Stromkosten niedriger als bei den beiden bestplatzierten Projektoren.

Die Ergebnisse Epson EB-U04 im Überblick:

+ Bildqualität
+ Handhabung
täglicher Gebrauch
Betriebsgeräusch

Merkmale:

Bildgeber: LCD
Lichtquelle: Hochdrucklampe
Bilddiagonale im Dunkeln: 2,8 m
Mittlerer Projektionsabstand bei 1,5 m Bildbreite: 2,31 m
Bildauflösung 1.920 x 1.200
VGA-Eingang: 1
USB-Eingang: 1
Lautsprecher
Stromkosten pro Jahr bei täglicher Nutzung (28 ct/kWh): 88 Euro
Maße: 30 x 8 x 25 cm
Gewicht: 2,6 kg

Foto: Epson | EH-TW5300

Foto: Epson | EH-TW5300

Der Epson EH-TW5300 (Note „Gut“, etwa 580 Euro, hier erhältlichEpson EH-TW5300 bei Amazon) hingegen eignet sich sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für Computerspiele und 3D-Shutterbrillen. Das Betriebsgeräusch ist wie beim EB-U04 sehr laut.

Die Ergebnisse Epson EH-TW5300 im Überblick:

+ Bildqualität
+ Handhabung
Betriebsgeräusch

Merkmale:

Bildgeber: LCD
Lichtquelle: Hochdrucklampe
Bilddiagonale im Dunkeln: 2,7 m
Mittlerer Projektionsabstand bei 1,5 m Bildbreite: 2,04 m
Bildauflösung 1.920 x 1.080
VGA-Eingang: 1
USB-Eingang: 1
Lautsprecher
Stromkosten pro Jahr bei täglicher Nutzung (28 ct/kWh): 91 Euro
Maße: 30 x 12 x 25 cm
Gewicht: 2,9 kg


Die Projektoren von Acer und BenQ sind auch „gut“

Der Acer H6517BD (hier erhältlichAcer H6517BD bei Amazon) gehört mit einem Preis von etwa 560 Euro zu den günstigen Projektoren im Test. Die Stiftung Warentest lobt insbesondere das scharfe Bild auf der Leinwand und die einfache Bedienung. Der BenQ TH670 (etwa 640 Euro, hier erhältlichBenQ TH670 bei Amazon) punktet mit guter Bildqualität, einfacher Handhabung und geringer Wärmeentwicklung.

8 Beamer für die Langdistanz sind „befriedigend“

Alle weiteren acht Videoprojektoren für die Langdistanz erhalten das Urteil „Befriedigend“. Dazu zählen

  • der Acer H6518BD (etwa 695 Euro),
  • der Acer V7500 (etwa 750 Euro),
  • der InFocus IN118HDxc (etwa 525 Euro),
  • der LG PF1500G (etwa 950 Euro),
  • der LG PW800G (etwa 560 Euro) ,
  • der Optoma HD141X (etwa 555 Euro) ,
  • der Optoma HD26 (etwa 630 Euro) und
  • der Viewsonic PJD7830HDL (etwa 720 Euro) .

Die Acer-Videoprojektoren zeigen zwar eine gute Bildqualität, sind jedoch im Betrieb sehr laut und verbrauchen viel Strom. Die übrigen Beamer können auch in Sachen Bildqualität nicht mit den guten Geräten mithalten.


Nur ein Videoprojektor für die Kurzdistanz überzeugt im Test

BenQ holt auch hier den Testsieg

Foto: BenQ | TH682ST

Foto: BenQ | TH682ST

Stiftung Warentest hat auch vier Videoprojektoren für kurze Distanzen verglichen: Diese Beamer eignen sich auch für kleine Räume, benötigen aber eine glatte Leinwand, da Beulen und Dellen in der Wand das Bild verzerren. Testsieger in dieser Kategorie ist der BenQ TH682ST (Note „Gut“, etwa 780 Euro, hier erhältlichBenQ TH682ST bei Amazon). Der Beamer überzeugt mit guter Bildqualität aus etwa 1 m Entfernung – bei heller Umgebung wie auch bei schräger Projektion. Dafür kritisiert Stiftung Warentest die unzureichenden Hinweise zur Lampenentsorgung.

Die Ergebnisse des BenQ TH682ST im Überblick:

+ Bildqualität
+ Handhabung
Hinweise zur Lampenentsorgung

Merkmale:

Bildgeber: LCD
Lichtquelle: Hochdrucklampe
Bilddiagonale im Dunkeln: 2,5 m
Mittlerer Projektionsabstand bei 1,5 m Bildbreite: 1,09 m
Bildauflösung 1.920 x 1.080
VGA-Eingang: 1
Lautsprecher
Stromkosten pro Jahr bei täglicher Nutzung (28 ct/kWh): 94 Euro
Maße: 32 x 11 x 25 cm
Gewicht: 2,8 kg


Drei Kurzdistanz-Beamer sind „befriedigend“

An die übrigen drei Kurzdistanzgeräte vergibt Stiftung Warentest das Urteil „Befriedigend“:

  • Acer H6517ST (etwa 675 Euro)
  • LG PF1000U (etwa 1.280 Euro)
  • Philips HDP1690 Screeneo (etwa 1.150 Euro)

Das Acer-Gerät zeigt ebenfalls eine gute Bildqualität, arbeitet aber sehr laut. Die beiden LED-Geräte von LG und Philips schwächeln in heller Umgebung.

3 Tipps zum Beamer-Kauf

Möchten Sie sich das Kino-Feeling nach Hause holen, beachten Sie diese Tipps:

  • Achten Sie darauf, wie viel Abstand der Beamer zur Leinwand braucht, um ein gutes Bild zu zeigen. Für die Wohnung sind Kurzdistanzprojektoren praktischer.
  • Beachten Sie nicht nur den Kaufpreis, sondern auch den Stromverbrauch. LED-Geräte verbrauchen weniger Energie und sind langlebiger, zeigen aber noch nicht die gleiche Bildqualität wie Hochdrucklampen.
  • Verwenden Sie zum Beamen entweder eine spezielle Leinwand oder projizieren Sie das Bild auf eine möglichst glatte, weiße Wand.

Fazit: Mit dem richtigen Projektor kommt zur Fußball-EM im eigenen Wohnzimmer fast Stadionatmosphäre auf. Alle Beamer im Test beurteilt Stiftung Warentest mit „Gut“ oder „Befriedigend“ – da findet sich sicher auch das passende Gerät fürs eigene Wohnzimmer. Detaillierte Informationen zum Testbericht lesen Sie in Heft 6/2016 der Stiftung Warentest.

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